EURO-Emissionsklassen (ab 1.1. 2010) auf österreichischen Straßen
Mit 1. Jänner 2010 erfolgt in Österreich die Einführung der emissionsklassenabhängigen Bemautung. Man spricht auch von einer Ökologisierung der Maut.
Die Umsetzung der emissionsklassenabhängigen Bemautung erfolgt auf Grundlage der Wegekostenrichtlinie der Europäischen Union, die eine nach EURO-Emissionsklassen differenzierte Bemautung ab 2010 verpflichtend vorsieht. Die nationale Verankerung erfolgt im Bundesstraßen-Mautgesetz (BStMG) und in der Mauttarifverordnung 2009.
Fahrzeuge werden bei Einhaltung festgelegter Emissionsgrenzwerte in unterschiedliche Klassen unterteilt (Euro I, II, III, IV…). Diese Emissionsklassen werden in drei Tarifgruppen (A, B und C) zusammengefasst.
Mit der Ökologisierung der GO-Maut werden wesentliche Ziele verfolgt:
Umwelt
Für die Umwelt bringt die Ökologisierung der GO-Maut eine Reduktion der Stickoxid- und Partikelemissionen von bis zu 60 % bis 2015.
Konsumenten
Für die Konsumenten bleibt die Ökologisierung der GO-Maut ohne Auswirkungen. Die Tarife werden so gestaltet, dass sie den Transport insgesamt weder verteuern noch verbilligen. Die Auswirkungen für die Transportunternehmen hängen von der Zusammensetzung des Fuhrparks nach EURO-Emissionsklassen und vom Alter der Fahrzeuge ab.
Verkehrssicherheit
Die EU-Wegekostenrichtlinie verfolgt das Ziel, für die Transportwirtschaft Anreize zum Umstieg auf umweltfreundlichere Fahrzeuge zu schaffen. Dieser Umstieg auf emissionsärmere Fahrzeuge hat den positiven Nebeneffekt, dass mit der Modernisierung der Fahrzeugflotten automatisch eine Erhöhung der Verkehrssicherheit einhergeht.
Das bestehende Mautsystem für Kraftfahrzeuge über 3,5 t hzG ist so konzipiert, dass die Ökologisierung lediglich eine Neueinstellung der GO-Box, welche innerhalb weniger Minuten an einer GO Vertriebsstelle möglich ist erfordert.